Schlagwort-Archive: Stoneman

2 Länder, 9 Gipfel, 162km Pure Mountainbike Emotion der Stoneman Miriquidi

Mission Gold !

Los ging es am Freitag morgen um 5 Uhr in Richtung Erzgebirge, Breitenbrunn, nach unsrer Ankunft und einchecken im Hotel (Alte Schleiferei), erstmal die Gegend erkunden. Ab aufs Rad und die erste Tour startet Richtung Auersberg. Was hier direkt bei der ersten Tour auffällt, steile lange Rampen, die kerzengerade sind, hab ich so auch noch nicht erlebt. Teilstrecken vom Auersbergkönig haben wir mit auf der Tour, dort kann man am Anfang des Berges ein Ticket ziehen, das Ding hochballern und oben abstempeln. Dort eingeworfen kommt man dann in die Liste der Bezwinger. MMhhhh ein wenig hats mich ja gejuckt aber im Hinblick auf den nächsten Tag lassen wir das lieber.Nach der Abfahrt Zur Talsperre des Friedens in Sosa, entdecken wir unten noch einen Rundkurs, den Köhlerweg, mit ca . 12km. Kann man zum Spaß echt empfehlen.

Nach guten 2:30h ist unsre Tour für heute durch, 30km 1000hm.Nun wissen wir zumindest mal was Untergrundtechnisch auf uns zu kommt.

Nach dem wir Abends unser Lunchpaket vom netten Personal der alten Schleiferei bekommen haben, verabschieden wir uns in den Wohlverdienten Schlaf.

Am nächsten morgen klingelt der Wecker um 3:50 Uhr, ab zum  Wasserkocher, Käffchen kochen. Nach dem kleinen Frühstück sitzen Nils und ich um 5:15 Uhr auf dem Rad, es ist schon Hell und wir radeln Richtung Auersberg. Nach gut einer Stunde sind wir oben und drücken das erste Loch in unsre Karte.

Weiter geht’s in Richtung Blatenský vrch dem nächsten Gipfel der auf uns wartet.

Oben angekommen führt uns der Weg weiter über die nächste Stempelstelle zum Klinovec dem höchsten Punkt der Tour und dem schlimmsten Anstieg. Die Auffahrt hat es teilweise schon in sich, aber auch das bewältigen wir und Loch Nr. 3 und 4 sind gesichert.

Weiter geht es  zum Fichtelberg und dann zum eigentlichen Startpunkt des Stonemans nach Oberwiesenthal, dort kehren wir erstmal ein um ein kühles Alkoholfreies Weizen zu genießen.

Nach einer Stärkung machen wir uns auf, es sind schließlich noch ein paar Kilometer zu radeln. Was uns echte sorgen macht ist das Donnern und die Tatsache, das die Strecke vor uns immer Nass ist. Naja bis jetzt sind wir von oben noch trocken.

Was soll man sagen so langsam werden die Knochen schwer und wir machen uns auf zum letzten Anstieg und dann zur letzten Stempelstelle, am Sportzentrum Rabenberg. Stolz drücken wir das letzte Loch in die Karte und nun ist es Gewissheit, wir haben das Ding in Gold gerockt, ein hartes Stück Arbeit, aber jeden Kilometer wert. Wir wurden am Sportzentrum ziemlich komisch angeschaut, Zitat “ Ihr seht so trocken aus, habt Ihr euch beim Unwetter untergestellt“ ? Hää welches Unwetter ? Wir hatten dermaßen viel Glück, eine halbe Stunde vorher war das Sportgelände komplett 10cm unter dickem Hagel. Man muss auch mal Glück haben.

Die Abfahrt wurde teilweise zur Rutsch beziehungsweise Schiebe Partie, da die Strecke des Bikeparks noch voller Hagel war. Unten angekommen, radeln wir locker und Stolz Richtung Hotel. Die Unterhopfung ist uns deutlich anzumerken. Leider ist es kalt und Feucht und zum draußen sitzen ist das nix. Nach nur zwei Weizen Bierchen gehen wir duschen, essen und was soll ich sagen, nach 2 Packungen Sauren Bohnen sind wir eingepennt, war eben doch leicht anstrengend.

Fazit dieses Abenteuers: Jederzeit wieder !!! Nils und ich sind wieder mal durch höhen und tiefen Gegangen, lange 13h Fahrzeit hat uns weiter zusammen geschweißt. Auch das kann so ein Abenteuer bewirken.

Wer hier auf super lange  Trails hofft und super tolle Abfahrten, der wird enttäuscht sein.

Aber wer ein Naturerlebnis, tolle Flecken und ein Abenteuer mit Gleichgesinnten sucht ist hier genau richtig. Die Landschaft war teilweise Atemberaubend. Und man sollte sich durchaus Zeit lassen und auch mal die Blicke schweifen lassen, man wird belohnt. Zur Strecke an sich kann ich sagen, teilweise schon sehr Anspruchsvoll was die Anstiege angeht, Abfahrten, bis auf die Hagelpassagen am Ende gut fahrbar. Sehr gut Ausgeschildert und Organisiert. Und was wichtig ist, sehr Kurzweilig.

Ein riesen Dank an Roland und seine Helfer, die die Stoneman Strecken ins Leben gerufen haben, es ist jedesmal ein Ware Freude.

Auch ein riesen Dank an unser Hotel „Alte Schleiferei“ in Breitenbrunn, sehr netter Service, super essen und ein toller Ausgangspunkt direkt in die Strecke.

Ab in nächste Abenteuer, Stoneman Dolomiti und Road stehen ab dem 10.08.2018 auf dem Programm.

Der Stoneman Dolomiti

Also eins war von vorne weg klar, wenn Stoneman dann in einem Tag und die Goldene Trophäe mit nach Hause nehmen. Am Morgen klingelt der Wecker um 4:50Uhr zwei Gedanken gehen mir durch den Kopf, verdammt was hab ich gestern wieder gemacht ein Weizen war schlecht und was um Himmels Willen mache ich hier gerade. Raus aus der Kiste, gestern hat es den ganzen Tag geregnet die Straßen sind noch nass, es ist Arsch kalt und ich bewege meinen Körper um 6Uhr auf mein geliebtes Rad. Von Sexten geht es ganz gemütlich nach Inninchen und dann nach Toblach. Von da aus mache ich mich an den ersten Anstieg. Gute 1500hm am Stück warten hier auf mich, das Thermometer zeigt zwischen drin Warme 2Grad und mir friert alles ab trotz schwitzen und bergauf fahren es wird nicht warm. Der erste Checkpoint Marchkinkele (Strickberg 2540m) ist nach guten 2:45h erreicht. Runter geht’s über einen Single Trail der Cat. bis S2 einige Stelle  sollen S3 haben, aber 99 % fahrbar (ist halt sehr ausgewaschen) Dann weiter nach Winnebad, Amsbach nach Silian. Hier beginnt der zweite Kracher es geht 1350hm zur Sillianer Hütte bis zur Leckfelder Alm fahrbar, ab da zwingt die Steigung mich aus dem Sattel 2h schieben ist angesagt, es geht steil bergauf bis zur Sillianer Hütte da bekommt mein Armband die zweite Makierung. Was soll ich sagen über 5h sind schon um der Höhenmesser zeigt gute 3000hm an und es geht in die berüchtigte Demut-Passage, oh ja so ist sie auch, teils fahrbar und ein ganzen Haufen zu schieben und zu tragen puhhh es wird echt lästig. Weitere 2,5h gehen für 10km ins Land. Aber eines muss man sagen hier braucht man echt Eier, sollte schwindelfrei und schmerzfrei sein, es ist aber sehr sehr geil, auch wenn es weh tut. Nach der Passage der 3 Checkpoint. Und jetzt endlich runter ja von wegen auch hier warten noch einige schiebe und trage stellen aber bald wird der schöne Trail flüssiger und der Spaß am fahren kehrt zurück. Über schöne Serpentinen geht’s am Ende ins Tal nach Padola dort wartet an der Kirche der 4 Punkt. So dachte ich die letzten 600hm hau ich jetzt weg und gut ist es. Ach was ne kacke kann ich da nur sagen über Forstwege und manchmal Straße geht’s einfach wieder hoch und es zieht sich wie Kaugummi und wie soll es anders sein auch hier geht es ohne schieben nicht, mein Körper hat umgeschaltet auf funktionieren und es ist jetzt nur noch reine Kopfsache. Oben angekommen und man wird auch hier noch mal geärgert und muss schieben 😂. Am Rotwandwiesen steht die letzte Stempelstelle ich war noch nie so froh ein verrostetes Stück Metal zu sehen😂. Und jetzt abfaaaahrt. Nur noch runter zum Stoneman Checkpoint in Sexten die Trophäe abholen. Fazit: Hart aber geil, morgen Pause 😂🚴🏻 112km und 4096hm stehen am Ende auf dem Garmin. Stolz und geschunden 😂.